30. Internationales Musikfest 2010 in Hollage - 600 Musiker mit viel Ahnung von Tuten und Blasen
Am Sonntag, den 05. September 2010 war es endlich wieder so weit. Der Spielmannszug Hollage hatte zu seinem nunmehr 30. Musikfest im Hollager Sportzentrum geladen und 22 befreundete Spielmanns- und Fanfarenzüge aus nah und fern waren dieser Einladung gefolgt. Um Punkt 11 Uhr wurde das Musikfestival mit Pauken und Trompeten eröffnet. Vom Josefsplatz aus starteten die angereisten Musikvereine den standesgemäßen Festumzug durch den Ort und zogen mit klingendem Spiel hinauf zum Sportzentrum. Der Wettergott hatte ein Einsehen und belohnte die Spielleute mit herrlichstem Sonnenschein. Zahlreiche Zuschauer hatten –nicht zuletzt wegen des guten Wetters- den Weg an die Hollager Straßen gefunden und lauschten dem musikalischen Spektakel der Musikzüge, die einen vielfältigen Strauß aus Märschen und Volksliedern aufspielten.
Nach einer kurzen Ansprache durch unseren 1. Vorsitzenden Jens Langemeyer auf dem Sportplatz direkt neben der Haselandhalle eröffnete schließlich Bürgermeister und Schirmherr Ulrich Belde offiziell das 30. Internationale Musikfest und gab den Startschuss für die Folge der musikalischen Beiträge. Wie schon berichtet wurde erstmals seit gut 10 Jahren im Rahmen des Hollager Musikfestivals auch wieder ein prominent besetzter Wettstreit ausgetragen. Neun der insgesamt 22 anwesenden Vereine, darunter der Spielmannszug Osnabrück-Haste, der Spielmannszug St. Georg Thuine, der Spielmannszug Reiningen-Dielingen und das Musikkorps Lappenstuhl, hatten sich für diesen Wettstreit angemeldet, um sich u. a. in den Klassen Spielmannszüge Mittelstufe, Spielmannszüge Konzertklasse oder Gemischte Fanfarenzüge gegeneinander zu messen. Während sich der eine Teil der Musikzüge beim Freundschaftstreffen in der Haselandhalle den Zuschauern präsentierte zog sich der andere Teil zunächst in das Hollager Heimathaus zurück. Hier hatten die Teilnehmer des Wettstreites ein letztes Mal vor dem entscheidenden Auftritt die Möglichkeit, die Wertungsstücke zu proben. Im Anschluss an das Einspielen führte der Weg in die Alte Sporthalle an der Bergstraße. Hier warteten die vom Niedersächsischen Musikverband lizenzierten Wertungsrichter Axel von Cieminski und Rolf Hinrichs auf die Musizierenden, um die Darbietungen fachlich zu bewerten. Die Mühen der Vorbereitung auf diesen Wettstreit sollten sich nun bezahlt machen. Wie immer vor einer Wertung konnte man den Musikern die Anspannung ein klein wenig ansehen, doch es galt jetzt Ruhe zu bewahren und die Nerven im Zaum zu behalten. Schließlich kann jeder noch so kleine Fehler am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden. Für die Zuschauer bot sich von der Galerie der Sporthalle aus ein tolles Bild an hochklassiger Spielmanns- und Konzertmusik. „Vorbei sind die Tage, an dem Spielmannszüge einfach nur laut sind!“, berichtet eine Zuschauerin begeistert. „Wenn die keine Ahnung von Tuten und Blasen haben, dann weiß ichs auch nicht“, so eine andere Meinung. Im Anschluss an den jeweiligen Auftritt galt es für die Vereine abzuwarten bis zur Siegerehrung am Abend, bei der die Ergebnisse verkündet wurden.
Die Zeit bis dahin verging beinahe wie im Fluge. Ein attraktives Rahmenprogramm neben der Musik tat seinen Teil dazu bei, dass der Nachmittag extrem kurzweilig und abwechslungsreich gestaltet werden konnte. Ob bei Kaffee und Kuchen in der Sonne, dem Kuh-Wettmelken und Bierkrug schieben oder einem Plausch mit Freunden am Getränkestand - es war für jeden etwas dabei. Um 15 Uhr war der Vorplatz der Haselandhalle jedoch plötzlich wie leer gefegt. Was war passiert? Ein musikalisches Spektakel der ganz besonderen Art zog die Zuschauer in seinen Bann. Die Gruppe „Forum Porcina“, erstmals zu Gast beim Hollager Musikfestival, hatte die Bühne erobert und stellte mit selbstgebauten mittelalterlichen Instrumenten und typischen Trachten aus der Zeit von Burgen und Schlössern eine außergewöhnliche Musikrichtung vor. Dieser Auftritt ließ niemanden kalt und so lauschten die zahlreichen Zuschauer gebannt der 30 minütigen Show aus mittelalterlicher Musik, Tanz und Poesie. Honoriert wurde der tolle Auftritt mit begeistertem Applaus und vielen beeindruckten Gesichtern.
An dieser Stelle gilt der Dank des Spielmannszug Hollage wieder einmal allen fleißigen Helfern aus den Reihen der aktiven und passiven Vereinsmitglieder, die mit ihrem Einsatz in Cafeteria, Würstchenbude oder durch die Organisation des Spielezirkus maßgeblich zum Erfolg des Musikfestes beigetragen haben! Ohne Euch ist die Durchführung einer Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich. Großes Kompliment gilt auch allen Hobby-Bäckerinnen und Bäckern, die mit ihren Kuchenspenden für die leckere Ausstattung der Cafeteria gesorgt haben. Ein ganz herzlicher Dank gilt vor allem aber auch unseren gewerblichen und privaten Sponsoren, die durch ihre Sach- und Geldspenden ebenfalls einen enorm wichtigen Beitrag geleistet haben. Ohne Sie alle hätte das Musikfest 2010 nicht derart erfolgreich gestaltet werden können, wie es letztlich war. Wir hoffen, auch im Jahr 2012 in der 31. Auflage des Musikfestes wieder mit Ihrer Unterstützung rechnen zu können. Bis es allerdings so weit ist verbleiben wir mit einem kräftigen „Gut Spiel!!“.

